Erfahre den Unterschied von Stützstrumpf, Kompressionsstrumpf und Kompressionsbandage beim Pferd
Beim Pferd werden die Begriffe Stützstrumpf, Kompressionsstrumpf und Kompressionsbandage oft als Synonyme behandelt. Ganz gleich ob gerade von einem Stützstrumpf oder Kompressionstrumpf die Rede ist, wenn es sich um das Pferd dreht, dürfte wohl in den meisten Fällen damit eine Kompressionsbandage gemeint sein. Dennoch wollen wir dir die Herkunft der Begriffe gerne erklären und die Unterschiede aufzeigen.
Was versteht man unter einem Stützstrumpf bzw. Stützstrümpfen?
Der Begriff Stützstrümpfe stammt aus der Humanmedizin. Dabei handelt es sich um Strümpfe, die für gesunde Menschen zur leichten Unterstützung der Venen konzipiert sind. Dank leichter Kompression, können sie bei längeren Steh- oder Sitzphasen zur Vorbeugung von schweren, müden Beinen genutzt werden.
Zusammengefasst:
- Keine medizinische Wirkung
- Keinen definierten Druckverlauf
- Können „schweren Beinen“ vorbeugen
- Sind wesentlich dünner und haben meist eine andere Materialzusammensetzung als ihre medizinischen Verwandten
Was versteht man unter einem Kompressionsstrumpf bzw. Kompressionsstrümpfen?
Bei Kompressionsstrümpfen, die zur Behandlung von Erkrankungen der Venen und des Lymphsystems eingesetzt werden, spricht man in der Humanmedizin auch von einem medizinischen Kompressionsstrumpf . Diese haben einen genau definierten Druckverlauf nach RAL vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung. Dabei werden die med. Kompressionsstrümpfe in vier verschiedenen Kompressionsklassen mit entsprechend zunehmender Druckstärke unterteilt.
Zusammengefasst:
- Medizinische Hilfsmittel
- Medizinische Wirkung
- Definierter Druckverlauf
- Kommen in der Therapie von Erkrankungen des Lymphgefäßsystems zum Einsatz
- Gibt es in vordefinierten Seriengrößen oder als individuelle Maßanfertigung
Warum heißen die EquiCrown Produkte Kompressionsbandagen?
Strümpfe bekleiden sowohl den Fuß als auch Teile des Beines. Da die EquiCrown Bandagen den Fußbereich freihalten und nicht über den Fuß gestreift werden, handelt es sich weder um einen Stützstrumpf noch um einen Kompressionsstrumpf . Zum bequemen Anlegen verfügen die Bandagen übrigens über einen Reißverschluss (EquiCrown active) oder einen doppelreihigen Häkchenverschluss (EquiCrown fit).
Wofür Kompression beim Pferd gut ist.
Pferde sind von Natur aus viel in Bewegung. Und diese Aktivität hält auch das Lymphsystem des Pferdes im Gang, welches wiederum für den Abtransport von Stoffwechselprodukten zuständig ist. Das Problem ist, dass unsere Sportpferde häufig zu lange in der Box stehen und zu wenig Auslauf und Bewegung bekommen. Dann kann das Lymphsystem nur eingeschränkt arbeiten und es kommt zu Lymphproblemen im Pferdebein. Eiweiße können nicht abtransportiert werden und es entwickeln sich Gewebsverhärtungen. Insbesondere am Bein gibt es beim Pferd im Vergleich zum Menschen keine ausgeprägte Muskulatur, deren Aktivität Druck auf die Gefäße ausübt und so die Funktion des Lymphsystems anregt. Dieser Druck (Kompression) kann durch Kompressionsbandagen (nicht Kompressionsstrumpf) von außen erzeugt werden. Er stimuliert das Lymphgefäßsystem, sorgt für eine effektive Pumpfunktion und verhindert, dass die Lymphflüssigkeit in den Beinen versackt.
EquiCrown Expertentipp
Ein schwacher Lymphabfluss kann zu chronischen Erkrankungen und schwerwiegenden Folgeschäden führen.
Nimm erste Anzeichen wie angelaufene Beine ernst und berate dich mit deinem Tierarzt. Unterstütze das Lymphsystem deines Pferdes mit Kompressionsbandagen und leiste so rechtzeitig Prophylaxe.
Zudem ist eine manuelle Lymphdrainage immer eine gute Therapie um dein Pferd bei einem schwachen oder geschädigten Lymphsystem zu unterstützen. Den passenden Therapeut oder Tierarzt für Pferde findest du bei unseren EquiCrown Partnern.


